Die Diplomanden des Gebäudetechnik-Kollegs Alexander Weber, Daniel Neusiedl-Bauer und Robert Robinig beschäftigten sich in ihrer Diplomarbeit „Energietechnische Sanierung eines bestehenden Wohnhauses in Wien“ mit einem 200 Jahre alten Wiener Mehrparteienhaus. Betreut wurde die Arbeit von Prof. Thomas Kremnitzer.
Nach dem Credo des heutigen Zeitgeistes „raus aus den fossilen Rohstoffen“, wird dabei der Gedanke verfolgt, wie Altbauten wärmetechnisch und gebäudetechnisch saniert werden können. Das Ziel ist es das Gebäude mit möglichst geringem Aufwand und substanzerhaltend zu sanieren.
Da für das herangezogene Gebäude keine Pläne vorhanden sind, wurde dieses vermessen und in ein 3D-Modell überführt. Aus den örtlichen Gegebenheiten, welche für Wien beispielhaft sind, wurde eine Luft-Wasser Wärmepumpe als Heizungssystem ausgewählt. Um die Effizienz für die Wärmepumpe trotz Altbau auf ein akzeptables Niveau zu bekommen, wurde die Warmwasserbereitung mit Elektrospeicher in Kombination mit Solarpaneelen in dieser Arbeit projektiert. Das Rohrnetz der Wohnungen wird weitestgehend in Altbestand belassen, wobei die Heizkörper durch Sanierungsheizkörper ersetzt werden sollen. Die thermische Sanierung war kompliziert zu planen, da das Gebäude an drei Seiten an fremden oder öffentlichen Grund angrenzt. Es kann somit nur partiell saniert werden. Gerade die mangelnde Sanierbarkeit der Gebäudehülle führt dazu, dass Vorgaben der öffentlichen Hand für eine eventuelle Förderung nicht eingehalten werden können. Hier wäre eine Nachbesserung seitens des Gesetzgebers notwendig, um ausreichend Anreiz für Sanierungen zu schaffen.

