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Energietechnische Sanierung eines Dreikanthofes aus dem 19. Jahrhundert

Im Zuge des fortschreitenden Umweltbewusstseins und der Klimakrise hat das Bundesministerium für Klimaschutz, Umwelt, Energie, Mobilität, Innovation und Technologie ein neues „Erneuerbare Wärme-Gesetz“ beschlossen. Dieses Gesetz setzt auf den Umstieg von fossilen Brennstoffen auf klimafreundliche Alternativen und fördert eine nachhaltige Sanierungsoffensive für Private und Betriebe mit insgesamt 940 Millionen Euro.
In diesem Zusammenhang steht Mag. Gerald Mayrhofer aus Deutsch Kaltenbrunn vor einer Herausforderung. Er möchte seine alte Ölheizung gegen ein neues, umweltfreundliches Heizsystem tauschen. Diese Aufgabe stellt ihn vor eine komplexe Entscheidung. Dabei müssen nicht nur die Aspekte der Umweltfreundlichkeit berücksichtigt werden, sondern ebenso die Aspekte der Wirtschaftlichkeit und Nachhaltigkeit.

Das Ziel der Gebäudetechnik-Diplomarbeit der Abendkolleg-Studierenden Edison Blakaj, Klaus Unterweger und Raphael Tobolka war es, das bestmögliche Heizsystem zu finden. Dabei wurde das Bestandsgebäude aufgenommen und mit der neusten Gebäudetechniksoftware eine Heiz- und Kühllastberechnung durchgeführt. Es wurden verschiedenen Heizsysteme verglichen und eine umfangreiche Gegenüberstellung analysiert. Der Fokus liegt dabei auf zwei Varianten. Die erste Variante wäre eine Pellets-Anlage in Kombination mit einer Split-Klima-Anlage. Die zweite Variante analysiert eine Erdwärmepumpe mit Flächenkollektor neuen Niedrigsttemperatur-Heizkörper.
Die Pellets-Anlage bietet eine umweltfreundliche und nachhaltige Alternative zum Ölkessel und hat den geringsten Aufwand, da die bestehende Heizungsanlage weitestgehend bestehen bleibt. Die Erdwärmepumpe mit Flächenkollektor inkl. Free-Cooling hingegen bietet eine höhere Effizienz, ist jedoch mit weitaus höheren Kosten verbunden.

Die Diplomarbeit zielt darauf ab, den Bauherrn mit einer optimalen Lösung für den Austausch seines Heizsystems zu erfreuen, die seinen Erwartungen und Anforderungen an die Energieeffizienz gerecht wird. Diese Entscheidung wird getroffen, um einen positiven Beitrag zur Umwelt und zur Bekämpfung des Klimawandels zu leisten. Betreut wurde die Diplomarbeit von Prof. Thomas Kremnitzer.